Startseite
Mittwoch, den 23. Mai 2012 um 17:01 Uhr

Der Steinbeis-Master aus Absolventensicht

An der Abschlussfeier in Baden-Baden fasste Masterabsolvent Raphael Knoth, stellvertretend für den gesamten Abschlussjahrgang, die zwei Jahre Studium an der Steinbeis-Hochschule in seiner Abschlussrede für das Publikum zusammen. Dass das Studium „in jeder Hinsicht eine Kompetenzentwicklung“ für die Studierenden war, hob der Wirtschaftsförderer der Stadt Rastatt als zentralen Pluspunkt hervor. Was er vom Studium sonst noch aus erster Hand berichtete, können Sie im Folgenden nachlesen:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kommilitonen,

 

als einer von vielen Bachelor- und Masterabsolventen habe ich heute die Ehre und das Vergnügen einige Worte zum Steinbeis-Studium aus unserer Sicht, also der Studenten oder besser gesagt ehemaligen Studenten zu sagen.

 

Was in den vergangen zwei Jahren stattfand, war in jeder Hinsicht eine Kompetenzentwicklung. Diesen Begriff, der das Steinbeis-Studium entscheidend prägt, möchte ich im Folgenden unter zwei Blickwinkeln aufgreifen.

 

Zunächst möchte ich auf die – studienplannahe – Kompetenzentwicklung eingehen:

 

Die Inhalte der Studienseminare waren allesamt sehr abwechslungsreich und interessant. Insbesondere der Praxisbezug, den die Dozenten mitbrachten, war eine deutliche Stärke - hierdurch wurde nicht nur die graue Theorie gelernt!

 

  • So lernten wir Projektmanagement und Entrepreneurship anhand Existenzgründungen in Afrika.
  • Die Elemente des Marketingkonzeptes lernten wir anhand der Abenteuer eines, wie soll ich sagen – Marketing-Gurus kennen.
  • Und die interkulturellen Unterschiede wurden uns anhand von Filmausschnitten nähergebracht.

 

Aber der Praxisbezug war auch durch die Vielzahl an Transferaufgaben, Studienseminaren und Fallbeispielen gegeben, die wir alleine oder in Kleingruppen bearbeiten durften. So entwickelten wir z.B. ein Geschäftsmodell für eine Fluggesellschaft, wir gründeten Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen oder stellten einen Fuhrpark für ein Logistikunternehmen zusammen.

 

Zudem hat jeder einzelne sein eigenes Projekt mit den Lerninhalten verknüpft und somit einen ganz individuellen Praxisbezug hergestellt.

– Dies war für mich eine der großen Stärken des Steinbeis-Studiums.

 

Damit nicht der Eindruck entsteht, dass das Studium nur aus Filme schauen, virtuellen Unternehmensgründungen und spannenden Gruppenarbeiten bestand, möchte ich kurz auch auf die Anstrengungen eingehen, die sicherlich jeder Einzelne von uns während des Studiums erlebt hat.

Für die vergangenen 2 Jahre lassen sich gewissermaßen Stresszyklen identifizieren, die kurz vor Klausuren oder der Abgabe oder Präsentation von Projektstudienarbeiten ihre Höhepunkte fanden. In diesen Phasen hat sicherlich jeder von uns das ein oder andere mal das Studium verflucht, wenn Freunde und Kollegen feiern waren und wir uns auf die nächste Klausur vorbereiten mussten oder die nächste Studienarbeit fertigzustellen war.

 

Gleichwohl war auch diese Erfahrung, insbesondere mit der beruflichen Doppelbelastung, eine wichtige Kompetenzentwicklung, die wir während des Studiums lernten. Wir konnten die Inhalte des Projektmanagement auf unser eigenes Leben anwenden und ein Zeitmanagement für die Bereiche Beruf, Studium und - ein wenig - Freizeit entwickeln.

 

Hiermit möchte ich zum 2. Bereich der Kompetenzentwicklung überleiten, die weniger etwas mit den formellen Studieninhalten zu tun hatte, sondern mit den ebenso wichtigen – Begleiterscheinungen – des Studiums.

 

Neben den interessanten Seminaren war ein wichtiger Grund, warum ich stets mit großer Freude nach Stuttgart kam, die tolle und außergewöhnliche Studiengruppe und Studienatmosphäre.

 

Zunächst zur Gruppe, bei der ich insbesondere die Gruppe von Masterstudenten anspreche, mit denen ich die letzten 2 Jahre verbracht habe. Sicherlich hat aber jeder von Ihnen ähnliche Erfahrungen gemacht.

 

Außergewöhnlich war die Heterogenität der Gruppe. Beim Alter war alles zwischen Anfang 20 bis – ich sage mal Best Agers – vertreten. Man kann also von einer Mehrgenerationenlerngruppe sprechen. Die Jungen konnten viel von der Erfahrung der „Alten Hasen“ lernen und diese konnten „Neue Entwicklungen“ von den Jungen lernen.

 

Hinzu kommt, dass die Arbeitsbereiche, in denen wir arbeiten, ausgesprochen unterschiedlich sind. Vom öffentlichen Sektor über einen Handwerksbetrieb und eine Briefkastenfirmen bis zum Chirurgen war alles dabei. Gerade diese Heterogenität führte zu einer hervorragenden Gruppendynamik, die bei der Bearbeitung von Studienarbeiten sehr gut funktionierte. - Sollte ich jemals in meinem Leben eine Projektgruppe zur Rettung der Welt gründen müssen, würde ich diese Gruppe wählen. – Auch wenn dies – hoffentlich – nicht passieren sollte, bin ich optimistisch, dass sich die Gruppe auch in Zukunft treffen wird und die eine oder andere Freundschaft auch das Ende des Studiums überdauern wird.

 

Komme ich abschließend zur Studienatmosphäre, die ebenfalls einen wichtigen Anteil hatte, dass die letzten zwei Jahre in sehr guter Erinnerung bleiben. Ausreichend Kaffee und gemeinsame Mittagessen im SIMT, die Abende in der Garbe und das ein oder andere Kaltgetränk im Biergarten förderten den Wohlfühlfaktor und lösten sicherlich die ein oder andere Blockade bei den unterschiedlichen Studienarbeiten.

 

Weiterhin war ein absolutes Highlight des Studiums der Auslandsaufenthalt in Kanada. Die Atmosphäre und die Erlebnisse dieser einen Woche waren außerordentlich intensiv. Neben den offiziellen Programmpunkten und den hervorragenden Studieninhalten waren es viele Kleinigkeiten, die unvergesslich sind. Hierzu zählen die Gartenfeier bei der Familie Schellhammer, die Bekanntschaft mit dem Inuit Greg Sam oder die Begegnung mit Bären.

 

Zusammenfassend steht in meinen Augen der Begriff „Kompetenz“ zu Recht im Fokus des Steinbeis Studiums, da – wie ich Ihnen hoffentlich etwas näher gebracht haben – eine umfassende Kompetenzentwicklung stattgefunden hat. Gerade im beruflichen Umfeld sind die Anwendungspotentiale dieser Kompetenzen enorm, wodurch ich im Studium einen deutlichen Mehrwert für die berufliche Karriere sehe.

 

Abschließend darf ich mich – sicherlich - im Namen aller Studenten bei der hervorragenden Betreuung während des Studiums bedanken. Dies betrifft sowohl die fachliche als auch die organisatorische Betreuung.

 

Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen eine schönen Abend und alles Gute für die Zukunft.“

 

Rede von Raphael Knoth, 24.02.2012

 

Copyright © 2014 Steinbeis Master Public Management. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.